Kultur kennt keine Grenzen


Cristina Sampaio, Lissabon (POR)

Die portugiesische Cartoonistin Cristina Sampaio wurde 1960 in Lissabon geboren, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Abschluss der Schule der feinen Künste im Jahr 1985; Illustration von Kinderbüchern; dann Cartoonistin für verschiedene grosse Zeitungen in aller Welt (Washington Post, Wall Street Journal); Animationen und Multimedia-Design; Ausstellungen in Portugal, Brasilien, Tschechien, Griechenland, Norwegen und Kanada. Mehrere Preisgewinne an Festivals und Awards. Sie ist Mitglied der Vereinigung Cartooning for peace.

2013 folgte sie einer Einladung zum Cartoon-Festival in Langnau. Das Emmental und seine Leute gefielen der Portugiesin hervorragend. Sie will wiederkommen - aber das Cartoon-Festival scheint dem Untergang geweiht. Wer nimmt den faden wieder auf?

Cristina Sampaio möchte die Welt unzensiert zeigen. In der Zeit der grossen Pressekonzerne wird das zunehmend schwierig. Wie sie's trotzdem schafft, erzählt sie in einem Interview dem TV-Sender Arte. Der Link zum Interview:

http://cartoons.arte.tv/cristina-sampaio-portugal/?lang=de


Ion Barbu, Petrila (ROM)

Bild: Monika Wälti, Mai 2013
Bild: Monika Wälti, Mai 2013

Ion Barbu (geb. 1953) gehört zu den bekanntesten Presse-Karikaturisten Rumäniens. Er wurde mit fast 20 Preisen ausgezeichnet. Seine Arbeiten erscheinen regelmäßig in der Académia Caţavencu und der Dilema Veche.

Ion Barbu lebt in der Provinz Hunedoara am Fusse der südlichen Karpaten. Seine Kleinstadt war unter dem kommunistischen Gewaltregime von Nicolae Ceaușescu ein Zentrum des Kohlebergbaus. Heute sind die meisten Minen geschlossen, und viele Menschen im Erwerbsalter haben im Ausland Arbeit gesucht, in Spanien, Frankreich, Deutschland und Italien. Heute leben in Petrila darum vor allem Kinder und ihre Grosseltern. 

Ion Barbu verlässt das sinkende Schiff nicht: In Petrila hat er sein Atelier, hier hat er dem grossen rumänischen Dichter Ion D. Sirbu ein Museum errichtet, hier eröffnete er im Mai 2013 zu Ehren seiner Mutter das «Mothers Muszeum», hier will er mit 30 Architekten eine alte Kohlenmine künstlerisch gestalten. 

Ion Barbu kam regelmässig ans Internationale Cartoon-Festival in Langnau. Hier haben wir ihn kennen- und schätzen gelernt.