Orte, Worte und Klänge meines Herzens


Grandvaux et les Lavaux (VD)

Franz Weber, je t'exprime tout mon respect d'avoir lutté contre la destruction des Lavaux dans les années septante du dernier siècle. Grâce à ta résistance contre l'industrie immobilière, grâce à ta passion et ton énergie pour la nature, les vignobles des Lavaux sont restés un des sites les plus impressionnants de notre pays.

Franz Weber est né 27 juillet 1927 à Bâle. Il est mort le 2 avril 2019 à Berne. A Lausanne-Bellerive, on a planté un monument pour Henri Guisan. A Genève, on rencontre les monuments à l'honneur d' Henri Dufour et d'Henri Dunant. Le monument naturel pour Franz Weber, ce sont les terrasses de vignes des Lavaux. Il s'en contentera.

«Aschi» Eggimann und seine grünen Kühe

Als junger Lehrer hatte ich die Ehre, im Kollegium der Sekundarschule Langnau mit dem Mundart-Dichter und Grüne Freie Liste-Grossrat Ernst Eggimann zusammenzuarbeiten. 

«Aschi» war ein gebürtiger Bümplizer, der nach dem Studium an der Universität Bern mit seiner jungen Familie nach Langnau gezogen war. In den früheren Siebziger Jahren erzürnte der «Zugezogene» die Emmentaler mit einem Gedicht über grüne Kühe.

 

Als Ernst Eggimann an unserer Schule pensioniert wurde, schenkte ich dem feinen Lakoniker, der heute als einer der Urväter der Sporen Word-Poeten gilt, ein Mundart-Gedicht zur existentiellen Frage, warum die Kühe bei ihm grün geworden waren. Ich habe das Gedicht etwas aufgefrischt und tafle es zu Ehren des im Juni 2015 verstorbenen Schriftstellers neu auf.

Am letschte Samschtig z'Nacht

Hett Aschi öppis gmacht

Wo ds Aemmital erhudlet

Der Ruef vom Land isch bös besudlet

 

Är isch id Ilfishalle

E Tiger-Fän ga kralle

U hett - mit zückter Pischtole

Däm Cheib sys Lybly gschtohle

 

Daheim im Gade leit är's ah

U bruucht's als gäub-rots Pyschama

Wo ihn im Schlaf sött schütze

Dä Hudu - dä muess nütze

 

Nützt aber nüt gäg syner Fynde

Wo ihn als Lingge plaage, schynde

U ihm e Staatsschutz-Fiche mache

Der Furgler Kurt tuet dräckig lache

 

Doch Aschi wird zum Pazifischt

Dä Tiger - da'sch doch Chutzemischt

U ds Lybli laht'ne nid i Rueh

Warum e Chatz - u nid e Chueh?

 

So nimmt är itz e dicke Stift

U malt e Chueh, so grüen wie Gift

Am Tiger über ds Konterfei

E unerchannti Ketzerei

 

Die Chueh louft grüen zum Lybli us

Sie graset vorem Bundeshuus

Sie schysst u frisst u frisst u schysst

Bis Furgler Kurt fasch überbysst 

 

Drum dichtet Ärnscht vo grüene Chüeh

Wo weide uf de Aemmeflüeh

Sie isch so fründlech, Aschis Chueh

Da fingsch der Friede, chunsch zur Rueh

Andreas Aebi

im September 2020

Achim Parterre würdigt Leben und Werk von Ernst Eggimann

Der Langnauer Schriftsteller und Slam Poet «Achim Parterre» (alias Michael Lampart) hat am 19. Juni 2015 in der Tageszeitung «Bund» einen wunderbaren Nachruf zu Ehren von Ernst «Aschi» Eggimann publiziert.

Der Lehrer, Grossrat und  und Mundart-Autor war am 16. Juni 2015 an seinem Alterswohnsitz in der Provence (Frankreich) verstorben.

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«So ne Seich»
Achim Parterre (Michael Lampart), Langnau
Nachruf Ernst Eggimann.pdf
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So sind die Kühe im Emmental: dunkelgrün

Nicht erst seit der Corona-Epidemie haben meine Frau und ich begonnen, unsere Wohnregion mit dem Rad zu erfahren. Wer so unterwegs ist, kommt dabei ganz schön ins Schwitzen. Aber die Aufstiege lohnen sich. Unser Bilderbogen möge dazu beitragen, von der Schönheit des Emmentals zu zeugen.

Fotos: Monika Wälti und Andreas Aebi